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Wie man seinen Rucksack packt

REISEPROFI-TIPPS

Einen Rucksack zu packen, ist etwas anders als einen Koffer. Jedes überflüssige Teil spürt man auf den Schultern, und schlechte Organisation kann selbst einen einfachen Reisetag in eine kleine Plackerei verwandeln.
Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass es beim guten Packen nicht darum geht, um des Prinzips willen weniger mitzunehmen. Es geht um geschickteres Packen: die Dinge, die man braucht, in Reichweite halten, das Gewicht richtig ausbalancieren und genug Platz lassen, um bequem durch Flughäfen, Busse, Boote, Stadtstraßen und entlegenere Ecken der Welt zu kommen.
Bevor es zu den praktischen Tipps geht: Das hier hat mir geholfen, leichter zu packen, organisiert zu bleiben und mit einem Rucksack zu reisen, der mit mir arbeitet – nicht gegen mich.

Den richtigen Rucksack wählen

Unabhängig von der Größe empfehle ich sehr, einen Rucksack zu wählen, der sich komplett öffnen lässt. Das erleichtert Packen, Auspacken und Ordnunghalten ungemein. Ich bin kürzlich auf den Osprey Sojourn 60L umgestiegen und absolut begeistert. Hier meine Tipps zur Wahl des richtigen Rucksacks.

Wissen, wie man auf Reisen Gewicht spart

Ich reise monatelang und kleide mich gern passend, aber ich trage nie mehr als zehn Kilo. Warum? Weil alles über zehn Kilo beim Tragen oder beim Einladen in Busse und Boote richtig schwer zu handhaben wird. Gute Wege, Gewicht zu reduzieren:

  • Schwere Kleidung vermeiden. Die dicksten Teile beim Transport tragen.
  • Flüssige Pflegeprodukte durch feste ersetzen (Shampoo, Spülung, Körperlotion, Gesichtsseife etc.)
  • Für maximal zehn Tage packen – Waschmöglichkeiten gibt es immer.

Eine Farbpalette packen

Beim Packen auf eine abgestimmte Farbpalette achten, damit sich alles kombinieren lässt. Klingt ein bisschen albern, aber es erlaubt viele verschiedene Outfits bei niedrigem Gewicht.

Eine Checkliste nutzen

Sicherzustellen, dass man alle wichtigen Dinge dabei hat, kann beim Packen schwierig sein. Damit nichts zurückbleibt, ist eine Liste mit den Essentials eine gute Idee. So vergisst man nichts Wichtiges wie Pässe und Adapter.

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Alles ausbreiten

Vor dem Packen alles ausbreiten und am nächsten Tag noch einmal ansehen. Diese Technik hilft mir zu erkennen, ob ich etwas vergessen habe. Meist hilft sie mir auch, Überflüssiges auszusortieren. Wenn ich unsicher bin, was ich wählen soll, greife ich immer zur leichteren Option.

Immer Packing Cubes verwenden

Packing Cubes sind kleine, leichte Stofftaschen, die helfen, den Rucksack zu organisieren. Sie kommen in verschiedenen Größen und Farben, sodass man leicht findet, was man braucht, ohne die gesamte Tasche durchwühlen zu müssen. Ich empfehle Packing Cubes beim Backpacking sehr – sie machen Packen und Auspacken zum Kinderspiel.

Ich nutze meine Cubes, um zu kategorisieren – Schlafen, Strand, Berge und so weiter –, damit ich nicht alles auspacken muss.

Kleidung frisch duftend halten

Das Gepäck mit einem Beutel Lavendel frisch halten. Und bei Reisen in feuchte Gegenden ein kleines Baumwoll-Säckchen mit Reis dazulegen – das absorbiert die Feuchtigkeit und hält die Kleidung ebenfalls frisch.

Kleidung rollen statt falten

Das spart eine Menge Platz im Rucksack. Fest rollen, damit sie nicht zu viel Raum einnehmen. So behält man auch einen besseren Überblick und die Sachen knittern weniger. Kleidung zu rollen, war ein echter Wendepunkt in meinem Packspiel.

Packen und ausprobieren!

Um sicherzugehen, dass man nicht zu viel gepackt hat, empfehle ich, alles einen Tag vorher zu packen und wirklich in den Rucksack zu stecken. Ich habe schon so oft überpackt und war dann gestresst, weil ich in letzter Minute Sachen aussortieren musste.

Einen hängbaren Kulturbeutel wählen

Das hilft, den Überblick über die Pflegeprodukte zu behalten und spart Platz im Rucksack. Einen hängbaren Kulturbeutel an der Handtuchstange oder Türklinke aufzuhängen, ist auch eine gute Möglichkeit, den Überblick zu bewahren, wenn man seine Sachen nicht ausbreiten kann.

Gewicht im Rucksack verteilen**

Schweres nach unten. So lässt sich der Rucksack leichter tragen.

Das Gewicht gleichmäßig auf beide Seiten verteilen. So vermeidet man unangenehme Schieflage beim Laufen.

Schweres in die Mitte packen. Schwere Sachen nah am Rücken zu platzieren, macht das Tragen einfacher. Darauf achten, dass sie auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt sind, damit das Gewicht beim Tragen ausbalanciert ist.

Die Vorhängeschlösser nicht vergessen**

In den Momenten, in denen der Rucksack außer Sichtweite ist, braucht es eine Sicherung. Eine Möglichkeit: Die Reißverschlüsse mit einem Schloss zusammenbinden. Nicht alle Rucksack-Reißverschlüsse sind dafür gemacht, aber ein Schloss anzubringen lohnt sich trotzdem. So wirkt es selbst auf den ersten Blick, als wäre die Tasche verschlossen. Sicherheit geht vor.

Gepäck im Blick behalten**

Mit diesen einfachen Tipps nie wieder Gepäck verlieren. Als erfahrene Reisende kenne ich den Frust von verlorenem Gepäck und die Kopfschmerzen, die das mit sich bringt. Deshalb empfehle ich sehr, einen AirTag ans Gepäck zu heften. Die praktischen Tracker sorgen dafür, dass man seine Sachen immer im Blick hat, selbst wenn die Airline es nicht kann. Zusätzlich Fotos von den gepackten Sachen machen – das gibt ein gutes Gefühl und macht den Umgang mit verlorenem Gepäck weniger albtraumhaft. Nicht den Stress verlorener Sachen die Reise verderben lassen – mit diesen hilfreichen Techniken die Kontrolle behalten und organisiert bleiben.

Wechselkleidung ins Handgepäck packen**

Weil mein Gepäck nun schon mehrfach verloren gegangen ist, habe ich meine Lektion gelernt. Kein Risiko eingehen, dass verlorenes Gepäck die Reise ruiniert. Eine Garnitur zum Wechseln ins Handgepäck packen. Stellt euch vor, ihr kommt an und könnt frische Kleidung anziehen, selbst wenn der Koffer verschwunden ist. Zur Sicherheit auch frische Unterwäsche, ein Tages-Outfit und Schlafkleidung ins Handgepäck geben. Und nicht vergessen: weitere wichtige Dinge wie Medikamente, kostbare Technik oder alles, ohne das es absolut nicht geht. Glaubt mir, die innere Ruhe ist es völlig wert.

Den Kopfkissenbezug-Trick nutzen

Ich nutze den Kopfkissenbezug-Trick, um zusätzliche Outfits im Handgepäck mitzunehmen.

Zuerst die ganze Kleidung in einen Kissenbezug mit Reißverschluss stopfen. Dann einen normalen Bezug darüberziehen. Voilà! Nicht nur schafft man Platz für andere wichtige Dinge, man hat auch ein gemütliches Kissen zum Schlafen während des Flugs. Und all die zusätzlichen Outfits, von denen man dachte, sie nicht mitnehmen zu können? Mit diesem Trick kommen sie auch mit.

Was diesen Trick noch besser macht: Die meisten Airlines betrachten ein Kissen nicht als Handgepäckstück. So lassen sich alle Vorteile sorgenfrei genießen. Ausprobieren und beim nächsten Abenteuer wie ein Profi packen.

Viel Spaß!

Beim Backpacking geht es um Abenteuer und das Erkunden des Unbekannten – lasst euch vom Packen nicht überwältigen und den Spaß verderben. Mit diesen Tipps habt ihr euren Rucksack im Griff.

Solgaard Carry-On Closet im Test

Nach Reisen in über 40 verschiedene Reiseziele weltweit haben sich über die Jahre einige praktische Erfahrungen rund ums Packen gesammelt.

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